Der mit dieser Art von Verbrechen und Verbrechern bis dahin noch nicht konfrontierte Normalbürger und Anleger hat möglicherweise etwas simplifizierte Vorstellungen von der Art und Weise, wie ein gut durchorganisierter Anlagebetrug funktioniert. Es ist keinesfalls so, dass die Betrüger einfach nur möglichst viel Geld in kurzer Zeit einsammeln um sich damit, kurz bevor die Polizei kommt, nach Übersee hin abzusetzen. Ganz abgesehen von der in Teilen unangenehmen späteren Lebensperspektive (Heimat, Familie, Aufgabe von Immobilien, Fahndungsdruck) würde diese Vorgehensweise einen eher limitierten Gewinn abwerfen. Schon bald nach Beginn dieser Tätigkeit kämen die ersten Anleger, die aus irgendwelchen Gründen heraus ihr Geld brauchen. Der eine will ein Haus bauen, der andere begleicht Verpflichtungen gegen das Finanzamt, was auch immer. Wenn die Schadek-Berendes-Bande dann grundsätzlich und niemals zahlt, dann gäbe es alsbald die ersten Strafanzeigen, dann daraus folgende Ermittlungen, dazu Mahnverfahren, Pfändungen, Konkurs und damit das Ende des einträglichen Business.

Das Business funktioniert anders. Neue Einnahmen werden nur zum Teil beiseite geschafft. Ein mit der Zeit immer größer werdender Anteil neu akquirierter Gelder muß an genau die Altanleger ausgeschüttet werden, die sich weder mit Versprechungen noch Drohungen hinhalten, einschüchtern oder abschütteln lassen. Das funktioniert so lange wie die Neueinnahmen die unbedingt notwendigen Ausgaben übersteigen. Da die nicht vermeidbaren Ausgaben natürlicherweise über die Jahre immer weiter steigen, braucht es eine immer stärker werdende Akquise neuer Anleger. Am Scheitelpunkt dieser Entwicklung erfolgt optimalerweise der Konkurs.

Wie weit die Aval AG von diesem „Point of no return“ noch entfernt ist kann ich nicht beurteilen. Allerdings sollte es zu denken geben, wenn der inzwischen betagte Berthold Schadek, noch oder wieder in seinem Alter, mit Hochdruck neue Kunden akquiriert (siehe Grafik unten).

Für das Vorgehen der SBB sind 2 Tätigkeitsfelder bestimmend.

1. über die Jahre wachsen die Verbindlichkeiten gegen die Anleger. Also müssen in wachsendem Maße neue Anlegergelder „erwirtschaft“ werden.

2. Forderungen der Altanleger vermeiden, hinauszögern, Zahlungen so weit es geht vermeiden

Also, ganz einfach, Einnahmen erzielen, Ausgaben vermeiden. Aber keinesfalls Rückzahlungen vollständig ausschließen, denn das funktioniert nicht lange, bzw. nicht lange mit Jedem.

Nachfolgend werden wir versuchen einige typische Vorgehensweisen der SBB zu skizzieren, gemäß der Punkte 1 (Einnahmen erzielen) und 2. (Ausgaben vermeiden).

Die Beschreibung der diesbezüglich eingesetzten Methoden bzw. kriminellen Masche(n) erfolgt auf der Grundlage eigener Erfahrungen. Sie sollten sich dessen bewußt sein, dass diese Beschreibungkeinesfalls vollständig ist. Wenn wir hier drei oder vier typische Vorgehensweisen beschreiben, dann meint das nicht, dass es nicht auch noch eine fünfte oder sechste Masche gibt. Auch gibt es keine oder nur wenig mechanische und auf immer wieder auf die gleiche Art stattfindenden Abläufe. Die Mitglieder der SBB haben es gelerntihre Kunden schnell und effizient einzuschätzen, das ist ihre Hauptqualifikation ( siehe psychologisches Profil ). Auf dieser Einschätzung basieren dann die an den Einzelfall angepaßten Vorgehensweisen.

1.7. ganz weit weg - Verkauf von Immobilien

zu 1.1. Potentielle Anleger finden und kontaktieren

Es ist gar nicht so leicht immer mehr und mehr und mehr solvente oder potentiell künftig solvente Kunden zu finden, zu kontaktieren, sich ins Vertrauen zu schleichen und deren Gelder zu akquirieren. Das zu tun gibt es verschiedene Ansätze. Ich werde Ihnen drei davon nennen.

1.1.1. die Masche mit dem Notfallkoffer

Ich erzähle Ihnen eine wahre Begebenheit. In jungen Jahren kannte ich eine Philosophiestudentin. Diese wollte nach dem Fall der Mauer in Berlin, aber noch vor der Währungsunion, Paris anschauen. Dazu brauchte es Valuta, also Westgeld. Woher bekommen? Das ging nur über ein Tauschgeschäft auf dem Schwarzmarkt. Also hat sie sich auf den Bahnhof gestellt und versucht aus dem Westen anreisende Touristen oder Geschäftsleute anzusprechen. Der Erfolg war gleich Null. Dann hatte sie eine Idee. Sie hat sich in der nächsten Buchhandlung Stadtpläne gekauft. Diese hat sie auf dem Bahnhof an die ankommenden „Wessis“ verkauft. Der Erfolg war durchschlagend. Der Erstkontakt funktionierte, sie kamen ins Gespräch, sie war nett, umgänglich, sie konnte ein paar gute Ratschläge geben und am Schluß mehr nebenher fragen, ob ihr Gesprächspartner denn schon Geld getauscht hat.

Die Stadtpläne, die sie zum Selbstkostenpreis und ohne Gewinn verkaufte, waren nichts als ein Türöffner.

Wer das jetzt verstanden hat, der weiß um was es Berthold Schadek mit seinem Notfallkoffer geht. Diese Notfallkoffermasche ermöglicht ein erstes unverfängliches Gespräch genau mit der richtigen Zielgruppe, also Unternehmern die über Geld verfügen und sich Sorgen um das machen, was die Zukunft bringt.

1.1.2. die Masche mit den Milchbauern

Milchbauer sein ist nicht einfach. Die Erzeugerpreise liegen über den Verbraucherpreisen. Aber es gibt die EU. Da fließen Milliarden, die als Unterstützung auf Antrag an die Milchbauern ausgeschüttet werden. Wenn da nur nicht diese elende Bürokratie wäre. Antragsformulare die ganze Aktenordner füllen. Fehler beim Ausfüllen kann man sich nicht leisten, das Versäumen von Fristen auch nicht. Zum Glück gibt es die Aval. Die hat ein merkwürdig altruistisches Interesse an jedweder Klientel, die den Eingang größerer Geldbeträge erwartet.

Wie es weitergeht?

Siehe 1.3. Vertrauensverhältnis aufbauen

1.1.3. Empfehlungen, Multiplikatoren

Nichts überzeugt einen potentiellen Geldanleger mehr von der scheinbaren Seriosität einer Geschäftsverbindung, als die Empfehlung einer ihm persönlich bekannten und vertrauenswerten Person. Für die SBB gilt es diese Personen zu finden und zu benutzen. Dabei kommt insbesondere die Schlüsselqualifikation der agierenden Psychopathen zum Tragen, Personen schnell und effektiv einschätzen zu können. Personen die aufgrund ihrer Persönlichkeit und / oder beruflichen Stellung Kontakt zu vielen anderen potentiellen Geldanlegern haben, erfahren eine besondere Behandlung.

Man macht mit Ihnen für sie günstige Verträge, z.B. eine kurzfristige Geldanlage bei limitierten Beträgen und guter Verzinsung. Die Gelder werden nach Ablauf der Anlagefrist anstandslos zurückgezahlt. Diese so priviligierte Person wird zukünftig in der Verwandschaft, Bekanntschaft, unter Freunden und Geschäftspartnern für die SBB werben und, ohne es zu wollen, dabei helfen vorgenannten Personenkreis finanziell und psychisch zu ruinieren. Auch werden die Multiplikatoren sich später bei der Zeugenvernehmung durch Polizei oder Gericht für die „Seriosität“ der Mitglieder der SBB über die persönliche gemachte positive Erfahrung verbürgen.

Ergänzend sei angemerkt, die anstandslose Rückzahlung von Geldanlagen die nicht groß sind (z.B. 5.000 oder 10.000 Euro) erfolgt auch bei Personen, die als sehr solvent eingeschätzt werden. Wer beim ersten Mal 5.000 Euro anlegt und bei guter Verzinsung anstandslos zurückerhält, der legt beim zweiten Versuch vielleicht schon 100.000 Euro an. Wenn nicht, dann ist er immer noch ein Multiplikator.

1.2 nach Bonität selektieren

An dieser Stelle führt die „Ganzheitliche Beratung“ zu Konsequenzen. Man will alles über Sie wissen. Zuerst das Finanzielle. Ob es sich lohnt in sie Zeit und Mühe zu investieren. Aber auch Ihre Kontakte (Multiplikatoren) und Persönlichkeit. Wie intensiv und mit welchem Aufwand oder Mitteln werden Sie später Ihre Forderungen betreiben?

Im Ergebnis dieser „ganzheitlichen Beratung“ sind Sie dann finanziell und persönlich komplett eingeschätzt. Danach wird besprochen wie mit Ihnen umzugehen ist.

1.3. Vertrauensverhältnis aufbauen

Ein übereiltes Anbieten von Geldanlagen macht potentielle Anleger nur mißtrauisch. Etwas Geduld muß da schon sein. Zuerst wird versucht so etwas wie ein persönliches Verhältnis zum Kunden aufzubauen. Dazu gehören auch Smalltalk, der Witz für den Herren, Kaffee und Kuchen, ein paar Dinge über das eigene Privatleben erzählen, über die Kinder, je nachdem. Anschließend gibt es ein paar Ratschläge in geschäftlicher Hinsicht. Im Rahmen der „ganzheitlichen Beratung“ kennt die Schadek-Berendes-Bande inzwischen ihre Versicherungsverträge. Die sind niemals optimal und daher zu optimieren. An dieser Stelle werden Sie nicht betrogen (aber ohne Garantie), es geschieht zu Ihrem Vorteil und preiswert. Auch gibt es Ratschläge zum Steuern sparen, Förderungen beantragen, Zuschüsse mitnehmen. Legale Steuertricks und zumindest andeutungsweise, je nachdem wie sie eingeschätzt worden sind, spricht man auch über Steuervermeidung im „Graubereich“ des Rechts. An letztgenannten Konstruktionen hat die SBB ein besonderes Interesse. Warum das so ist werden sie bemerken, wenn Sie damit beginnen wollen ihre Forderungen gegen die SBB auf dem Rechtsweg zu betreiben.

Kommen wir wieder zu den Milchbauern. Antragshorror, Aktenberge, Fristen? Aval hilft. Man ist eingearbeitet in das Thema, der Aufwand ist überschaubar.

Das alles sind noch Türöffner. Die erste Tür durch die Aval gehen muß um an ihr Geld zu kommen war 1.1. Sie zu finden und zu kontaktieren. Die zweite Tür ist ihr Vertrauen zu erschleichen. Mittel dazu sind der Aufbau eines persönlichen, unter Umständen schon freundschaftlichen Verhältnisses und, bis dahin, seriöse Hilfeleistungen für geringes Entgeld, soweit diese mit überschaubarem Aufwand für eine selektierte Person (nach 1.2.) geleistet werden können.

Kennt jemand den Trick bzgl. Patientenverfügung oder Vollmacht zur Vormundschaft und Testament? Oder ist diese „Beratungsleistung“ nur ein Türöffner? Sie wissen es?

1.4. Angst machen

Notfallkoffer, Generationenplanung, Ruhestandsplanung, Vermögensübertragung.

Wie sehr der „Aval AG“ Ihre Altersvorsorge am Herzen liegt, das wissen Sie seit der ersten Kontaktaufnahme. Dieses Thema war immer gegenwärtig. Schon bei der „Optimierung“ Ihrer Versicherungen kam da mal nebenher die Bemerkung, dass Altersvorsorge mittels des Zinsertrages einer kapitalbildenden Lebensversicherung kaum möglich ist. Das war damals nur so ein einzelner Satz, wie zufällig eingestreut. Jetzt aber kennt man sich schon einige Zeit. Was eigentlich soll aus Ihnen werden, fragt ihr Freund von der Aval im persönlichen Gespräch ganz besorgt, wenn der Ertrag Ihrer Lebensversicherung nicht mal dazu reicht die Inflation zu kompensieren?

1.5. zu möglichst langfristigen Geldanlagen bewegen

Sie haben gemeinsam Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, Sie haben zum Geburtstag eine nette Email bekommen, Ihr Notfallkoffer ist gepackt, Zuschüsse wurden mitgenommen oder stehen zur Auszahlung an. Ihre Geschäftsbeziehung zur Aval AG war bis hierhin erfreulich, nützlich, ertragreich? Eine steuerliche Einsparung wurde realisiert? Möglicherweise haben Sie gar ein paar Fördermittel bekommen, die Sie sonst nicht bekommen hätten (Milchbauern)? Das ist der richtige Zeitpunkt für die SBB Ihnen, zwecks besserer Altersvorsorge, Angebote zur Geldanlage mit attraktiven Konditionen zu unterbreiten. Oft sind es mehrere Angebote. „Entscheiden Sie sich für das, was Sie verstehen…“ wird Ihnen Berthold Schadek sagen, wohl wissend, dass alle Angebote, für Sie nicht erkennbar, in letzter Konsequenz und über mehrere Zwischenschritte vermittelt, dieselben Begünstigten (SBB) haben.

Da kann man aus vermeintlichem Eigennutz, oder aus Dankbarkeit heraus, oder um die erfreuliche Geschäftsbeziehung aufrecht zu erhalten (eine Hand wäscht die andere) nur schwer nein sagen.

Markus Berendes - Können diese Augen lügen?

Was den Anlegern aktuell konkret versprochen wird, das entzieht sich meiner Kenntniss. Vor einigen Jahren klang das beispielsweise so: „Wir haben da kurzfristig und immer mal wieder eine Anlagemöglichkeit über den Burda Verlag. Banken arbeiten viel zu langsam und träge, deshalb arbeitet Burda mit uns. Um im Geschäft zu bleiben müssen wir kurzfristig liquide sein. Daher würden Sie auch mir persönlich sehr helfen, wenn Sie über uns vermittelt ihr Geld bei Burda anlegen. Vergolten wird das von Burda mit einem attraktiven Zinssatz von 8 Prozent. Davon nehmen wir uns 0,5 Prozent Vermittlungsgebühr, der Rest geht an Sie als Anleger. Selbstverständlich ist das Geld jederzeit verfügbar, aber wenn Sie es über 20 Jahre dort lassen wo es ist, dann bekommen Sie Gratisfikationen. Aus nur 100.000 Euro werden so 500.000 Euro, das ist Ihre Altersvorsorge. Vergleichen Sie das mal mit Ihrer Lebensversicherung…“

Haben Sie bisher irgendeinen Grund, den Worten dieses so umgänglichen und hilfreichen Herren nicht zu trauen?

Selbstvertändlich wußte „Burda“ von all dem nichts. Die SBB hätte z.B. auch vom „Vogelpark Walsrode“ oder der „Betreibergesellschaft des Panamakanals“ reden können. Oder noch besser, man läßt Sie zwischen beiden wählen.

„Wählen Sie das was Sie verstehen…“! Das klingt so seriös. Vielleicht liegen Ihnen Vögel mehr als Schiffe.

1. 6. der Kredittrick

Wie schon gesagt, ich kenne nicht jeden Trick aus dem reichhaltigen Repertoire der Schadek-Berendes-Bande. Aber der „Kredittrick“, weil nach meiner Ansicht nach besonders abscheulich, soll Ihnen nicht vorenthalten bleiben.

Der unerfahrene Leser fragt sich jetzt vielleicht, wie jemand mittels Kreditvergabe betrügen kann. Schließlich bekommt der Kunde Geld, er bezahlt nichts. Aber das scheint nur so. Die Vermittlung von Darlehensverträgen oder das Gewähren von Darlehen zielt mit Sicherheit nicht auf ein Verbraucherdarlehen zur freien Verfügung, mit dessen Hilfe Sie sich z.B. ein Auto kaufen können. Es geht immer um die Anlage dieser „Darlehen“ im Avtsumpf.

Es gibt hier nach meiner Kenntnis zwei Betrugsmöglichkeiten in diversen Varianten. Die erste ist recht einfach.

z.B. Avt hilft Ihnen einen Kredit aufzunehmen oder gewährt Ihnen einen Kredit (nur 6% Zinsen). Dieser wird nicht an sie ausgezahlt, sondern gleich als Anlage (zu 8% Zinsen) an eine (für Sie nicht erkennbar) Firma im „Avtverbund“ überwiesen. Das sind ganz wunderbare 2% jährlich für Ihre Altersvorsorge, ohne das sie irgendetwas tun müssen. Oder?

Selbstverständlich wird das Geld verschwinden, Sie zahlen nur die Raten. Aber das ist noch nicht alles. Plötzlich und ganz unerwartet bekommen SiePost…

oder

Benjamin Berendes - Anlagebetrug

Aval financial services GmbH, Avtservice, Avtverbund

Das kriminelle Format seines Vaters wird er nie erreichen. Trotzdem oder gerade deshalb landet er vermutlich irgendwann in Landsberg am Lech. Dort wird ihn die Ehefrau seines Vaters „resozialisieren“ und ihm, auch über Kontakte zu Kollegen, eine Halbstrafe zuschustern. Es geht doch nichts über Beziehungen, ergänzt durch Staatsanwälte die wegschauen und eine Vollzugsverwaltung, die das alles nichts angeht.

Sie haben 50.000 Euro? Oder Sie erwarten 50.000 Euro Fördermittel als Zahlungseingang von der EU? Sie möchten das Geld zwecks Altersvorsorge gewinnbringend anlegen? Die Schadek-Berendes-Bande hat da eine phantastische und nur kurzfristig für einen ausgewählten Personenkreis zugängliche Anlagemöglichkeit. Selbstverständlich gehören Sie zu diesem Personenkreis, denn man ist ja befreundet und ihre Freunde haben zuerst an Sie gedacht. Das Problem ist, die Mindestanlagesumme beträgt 150.000 Euro. Zum Glück weiß die Aval Rat und sie hilft. Herr Schadek vermittelt Ihnen einen Kredit über die zusätzlichen 100.000 Euro zu nur 6% Zinsen. Diese 100.000 Euro werden gemeinsam mit Ihren 50.000 Euro als Geldanlage über 150.000 Euro bei 8% Zinsen in einer Firma des „Avalverbund“ angelegt. Der Zinsertrag wird Ihnen jährlich ausgewiesen. Ihr Guthaben, ausgedruckt in Goldfarbe auf entsprechenden Zertifikaten, wächst über die Jahre. Sie zahlen nur die monatlichen Raten für die 100.000 Euro, nebst den Zinsen. Nach ein paar Jahren bekommen Sie plötzlich und unerwartet Post.

Post:

Der Rechtsanwalt eines von der Schadek-Berendes-Bande betrogenen Anlegers teilt Ihnen mit, dass die Aval AG an seinen Mandanten eine Forderung aus einem Kreditvertrag heraus nebst Zinsen abgetreten hat. Damit verbunden ist die Aufforderung, den Betrag, zur Vermeidung weiterer rechtlicher Schritte, innerhalb von 10 Tagen an seinen Mandanten zu überweisen.

Was ist passiert? Zuerst, das angelegte Geld ist im Avalsumpf verschwunden, Ihre Forderungen sind alsbald Teil einer Konkursmasse. Diese wird nicht groß genug sein um den Konkursverwalter zu bezahlen. Aber diese Geldanlage, das ist ein Rechtsgeschäft. Der an Sie zwecks Anlage ausgeschüttete Kredit ist ein anderes Rechtsgeschäft. Beides ist unabhängig voneinander und verrechnet sich nicht automatisch. Die Vertragspartner sind unterschiedlich. Auf der einen Seite die Aval AG als Kreditgeber, auf der anderen Seite die Aval financial services GmbH, die ihrerseits auch nur eine Vermittlerposition einnimmt…

Resultat: Sie wurden um ihr eigenes Geld betrogen (50.000 Euro im zweiten Beispiel). Dazu die schon gezahlten Raten. Weiterhin sollen Sie jetzt die Forderungen eines anderen von der Schadek Berendes Bande betrogenen Gläubigers begleichen. Dieser investiert in diesen Umstand seine ganze Hoffnung, wie auch sein ihm möglicherweise noch verbliebenes Geld, denn das braucht er für Anwälte und Gerichte.

Es steht Ihnen frei, bei zweifelhaften Aussichten, sich auf dem Rechtsweg zu wehren. Das wird sie nochmals einige 10.000 Euro kosten. Besser ist, Sie gehen gleich in Privatinsolvenz. Das ist kein Sarkasmus. Nur der beste Rat, auch wenn Sie etwas Zeit brauchen das zu erkennen.

Ach ja, die Zinsen für ihr angelegtes Geld sind zwar auch verschwunden, aber sie wurden jährlich ausgewiesen. Haben Sie diesen „Gewinn“ versteuert? Überlegen Sie gut, fragen Sie Ihren Anwalt (für noch mehr Geld), möglicherweise sind Sie nicht mal dazu in der Lage Strafanzeige zu erstatten.

Angefangen hat alles mit dem Verkauf von nicht existenten Immobilien in Ostdeutschland an westdeutsche Investoren.Beworben und verkauft wurden Immobilien die es tatsächlich nicht gab, oder die es nur in einer frühen Bauphase gab, wobei die mit dem Bau beauftragten Firmen nicht bezahlt wurden. Das fiel den Anlegern erstmal nicht auf, da eine Eigennutzung nicht angedacht war. Die von den Anlegern gezahlten Kaufpreise wurden teilweise durch die Bande über Kredite finanziert, wie unter 1.6. beschrieben.

Das ging für einige Zeit gut, genau so lange bis es einer der „Investoren“ doch mal geschafft hat sich vor Ort die erworbene Immobilie anschauen zu wollen. Dort fand sich dann im besten Fall eine Dauerbaustelle, die angeblich immer kurz vor der Fertigstellung war. Das hatte dann jede Menge Stress auch für die Bandenmitglieder zur Folge.Daraus haben sie gelernt. Alsbald begann man Immobilien in Florida anstatt in Ostdeutschland zu verkaufen. Den Rest können Sie sich denken. Mehr Informationen finden Sie hier

Diese Aufzählung ist nicht vollständig !!!